Zitate Dr. Philipp Daniel Merckle

aus den Jahren 2005 - 2009

„Ich für mich habe mich zu einer Antwort entschieden: Ich will mich messen lassen am Besten all unserer realisierbaren Träume. Und ich habe Freude daran, zusammen mit meinen Vertrauten, diese Riesenchance Zukunft in der Wirtschaft äußert präzise und eingedenk all meiner Werte zu gestalten.“

„Wir sagen, wir haben es mit Arbeitsplätzen zu tun. Aber in Wirklichkeit haben wir es mit Menschen zu tun.“

„Zum Beruf gehört Kompetenz aber auch Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Vertrauen in die gemeinsame Grundidee, die alle inspiriert, ist eine der wichtigsten Führungsaufgaben. Nur als Vorbild kann man Menschen gewinnen.“

„Führung hat eine spirituelle Dimension:
Führen als spirituelle Aufgabe ist die Fähigkeit, auf allerkreativste Weise an die Lösung der Probleme heranzugehen.“

„Ein Unternehmen ist eine Menschengemeinschaft, die sich durch Ertrag weiterentwickeln und absichern muss. Im Vordergrund aber steht nicht der Ertrag, sondern der in Wahrheit werterhaltende Weg, auf dem dieses Ergebnis erzielt wird: Die Kultur des Miteinander, gerade vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung, UND die der Produkte.
Gewinnerzielung ist also ein Mittel: Die wahre Messgröße ist der - auch übergeordnete - Inhalt.“

„Ein guter Weg kennt nur eine Richtung: wirkliche Identität.“

„Es ist notwendig, es ist kein Luxus, wenn wir uns zurückziehen, um in der Stille oder im vertraulichen Gespräch miteinander uns selbst zu überprüfen, uns immer wieder vor unserem Inneren Selbst zu befragen und auszurichten. Entscheidungen benötigen Ruhe, sie benötigen die Möglichkeit, Zugang zu uns selbst und zu unserer inneren Adresse - Gott - zu finden. Und nur aus diesem Kraftquell ist eine Entscheidung wirklich gut.“

"Ich verstehe nicht, wieso jeder Ansatz von wirklich gläubigem, übergeordneten Vorgehen mit dem Totschlagargument ´Sekte´ oder ´Esoterik´erledigt werden soll".

„Schnell geschieht gar nichts. Alle wirklichen Veränderungen wachsen in der Stille - auch wenn ihre letztendliche Durchführung aus professionellen Erwägungen mitunter rasch erfolgen muss.“

„Die Frage, was wir einmal hinterlassen, materiell, manifest und vor allem geistig, wurde keiner anderen Generation so drängend und mit vielerlei Gefahren behaftet gestellt wie der meinen. Nun gibt es alle Möglichkeiten; alles ist denkbar, fast alles machbar. Und darin liegt unser höchstes Risiko - und unsere allerschönste Chance.“

„Maß und Harmonie, Mut und Stille müssen als beständig schöpferische Kraft die angeschlagene Ressource Hoffnung auf eine wirklich lebenswerte Zukunft aktiv und vital neu beleben.“

„Gerade in angespannten Situationen zeigt sich der wahre Gehalt von Geist und Verantwortung.“

„Philosophie, das Denkbare also, strebt nach HANDLUNG; nicht nach Worten.“

„Unternehmerisches Handeln ist ein Entwurf für die Zukunft. Diese wird vielfältig sein,
tolerant, bunt und eben in Können und Frohsinn unschlagbar.“
März 2008

„Die Märkte der Zukunft drehen sich immer schneller.
Das Ziel muss sein: Menschen auszubilden, die im inneren Zentrum leben,
gefestigt, aber wendig und aufgeschlossen; Handwerker,
die sich sehr schnell anpassen können.“
März 2008

Zu seinem Weggang von der ratiopharm befragt:
„ Die ganzen Grabreden und Trottelportraits waren hoch interessant für mich
und bildeten klar Mechanismen auch der Presse ab. Zum Teil waren sie sogar amüsant und
bisweilen ein wenig peinlich. Das alles aber werde ich ins Bessere zu wenden wissen, aus
vollster Überzeugung.“ April 2008

„Ich nehme nur das an, was ich gestalten und mit Geist durchwirken kann.“ Juni 2008

„In der Krise sah man, dass Werte - ganz allgemein in der Wirtschaft - gefehlt haben. April 2009

„Wenn wir es als Unternehmer nicht schaffen, Vertrauen zu unseren eigenen Mitarbeitern zu haben, dann machen wir etwas falsch. Denn dieses Vertrauen strahlt aus in das Vertrauen, das die Kunden zu einem Produkt haben.“ April 2009

„Bodenständigkeit und Handwerk: so meistert man eine Krise.“ April 2009

„Größe allein anzustreben, ist ein Fehler.“ April 2009

„Ein Unternehmen muss von innen heraus stimmig sein.“ April 2009

„Eine grundlegende Veränderung der verschiedensten Missstände in unserer Gesellschaft muss von wirtschaftlich starken Kräften ausgehen und genau das ist in erster Linie ein Denkprozess, der Kommunikation und dann auch Taten braucht.
Man sieht nur, was man weiß: Deswegen ist Kontakt untereinander und Unterstützung füreinander unter Gleichdenkenden, die Zustände verbessern wollen, wichtig.“ April 2009

„Wir stehen vor der klassischen Verwirtschaftung all dessen, was uns als Kulturnation wichtig sein muss – anything goes und es geht eben abwärts: Mit unserer Moral, mit unserem Glauben, mit unserer Zuversicht.“ Juli 2009

„Ich selbst kann mich nur zeigen, zeigen, zeigen; und das heißt: ICH STELLE MICH. Wir sind aufgewachsen in diesem Mitgehangen, Mitgefangen. Ich bin bemüht, meinen Kindern keinerlei Gefängnis zu vererben. Erfolg muss ohne Verkümmerung von Sichtbarkeit und Stolz möglich sein.“ Juli 2009

„Meine Erfahrung ist, dass man sich in der Umsetzung an der Konkurrenz orientiert. Wir müssen aus meiner Sicht den Mut aufbringen, das umzusetzen, was wir selbst diskutieren und im persönlichen Gespräch als richtig ansehen. Wir begeben uns als Wirtschft oft in ein Gefängnis, indem wir sagen, wir müssen uns so verhalten, weil es nicht anders geht. Dann finden wir aber nicht den Weg zurück zu einem viel pragmatischeren Vorgehen. Das hat für mich eine spirituelle Dimension, da wir oft auf viel innovativere, einfachere, pragmatischere Lösungen kommen können, wenn wir sie von innen heraus treffen, am Inhalt orientiert und nicht aus den vorgegebenen Rastern und Schaubildern heraus. Oktober 2009


Stand: Juli 2009